Windpark Greiner Eck - Projekt


 

Die Entwicklung eines Windparks von der Projektierung bis zur Errichtung ist ein sehr vielschichtiges und umfangreiches Planungsverfahren.

Vor der Einreichung eines Genehmigungsantrages müssen viele Fragen des Planungsrechtes, des Naturschutzes und der Technik geklärt werden.

Zu Beginn der Planung steht die Frage des Windangebotes, der sog. "Windhöffigkeit". Diese wird in der Regel mittels einer Windmessung ermittelt. Darauf aufbauende, erstellen zwei unabhängige Gutachter eine Windprognose für den speziellen Standort.

Mittels Computersimulation werden Schallausbreitung und Schattenwurf berechnet. Die Simulation berücksichtigt die Daten der geplanten Windkraftanlagen und die Geländeoberfläche.

Umfangreiche Artenschutzuntersuchungen sind in der Planungsphase notwendig. Biologen erfassen Flora und Fauna in und um den geplanten Windpark und prüfen dessen Verträglichkeit mit den Belangen des Naturschutzes.

Zusammen mit dem zuständigen Netzbetreiber wird ermittelt, wo der Windpark in das öffentliche Versorgungsnetz einspeisen kann. Nach der Auswahl eines geeigneten Netzanschlusspunktes ist eine sorgfältige Trassenplanung für die Stromleitung vom Windpark zum Versorgungsnetz erforderlich.

Häufig sehr kniffelig ist die Festlegung der Transportstrecke für die Großkomponenten. Der Transport der Rotorblätter mit Fahrzeuglängen bis zu 70 m ist immer eine Herausforderung für die Logistiker der Transportfirmen. Mittels Laservermessung werden vorab kritische Kurven und Engstellen überprüft. Häufig müssen Kreuzungsbereiche für die Zeit der Transporte umgebaut werden.

Sind alle vorbereitenden Untersuchungen erfolgreich abgeschlossen, kann der Bauantrag bei der zuständigen Behörde eingereicht werden.

Der Bauantrag ist ein umfangreiches Verfahren, bei dem die sogenannten "Träger öffentlicher Belange" eingebunden werden und ihre fachliche Bewertung des Projektes abgeben. Träger öffentlicher Belange sind zum Beispiel die betroffenen Gemeinden, Straßenbehörden und die Bahn, die Flugsicherheitsbehörden, Betreiber von Richtfunkstrecken und Fernleitungen, Naturschutzbehörden, die Gewerbeaufsicht u.v.m. Auf Grundlage der Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und auf Basis der einschlägigen Gesetzte und Verordnungen (insbesondere des Bundes-Immissionsschutzgesetzes - BImSchG) erlässt die Genehmigungsbehörde einen Bescheid. Im Genehmigungsbescheid sind eine Reihe von Vorgaben und Auflagen genannt, die der Betreiber zu erfüllen hat.

Für die Anwohner rund im den Park sind Vorgaben bezüglich der zulässigen Schallimmission und des möglichen  Schattenwurfs wichtig. Auflagen zum Naturschutz gewährleisten während der Bauzeit und des Betriebes den Schutz von Pflanzen und Tieren.

Im Oktober 2014 wurde die Genehmigung für den Bau von fünf Windkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils 3.000 kW beantragt. Die Anlagen haben eine Nabenhöhe von 135 m und ein Rotordurchmesser von 115 m. Im Februar 2016 erteilte das Regierungspräsidium Darmstadt nach eingehender Prüfung die Baugenehmigung für vier Anlagen. Für eine fünfte Anlage sind noch ergänzende Untersuchungen notwendig, die in Kürze abgeschlossen sind.


Beteiligte Unternehmen

Das Projekt wird vom Ingenieurbüro 3P Energieplan GmbH entwickelt und bis zur Baureife geplant. 3P Energieplan GmbH übernimmt auch die Bauleitung bis zur Inbetriebnahme.

Investor und Betreiber der Anlagen ist die Windpark Greiner Eck GmbH & Co. KG, die sich im Eigentum der Stadtwerke Bad Vilbel GmbH und Stadtwerke Viernheim GmbH befindet.

Die fünfte Anlage wird über die Energiegenossenschaft Starkenburg eG als Bürgerwindanlage betrieben. An diesem Windrad können sich bevorzugt die Bürger aus der Nachbarschaft des Windparks beteiligen.

Die Windkraftanlagen werden von der ENERCON GmbH in Aurich geliefert.  


Weitere Baubeteiligte sind:

Windgutachten anemos-jacob und Lahmeyer International
Vermessung Gantzert Geoinformation & Vermessung
Landschaftsplanung und Avifaunisitk TNL Umweltplanung
Baugrunduntersuchung Dr. Hug Geoconsult
Planung der Kabeltrassen SAG GmbH - Regionalbüro Ketsch
 


 

 


Die Rotorblätter werden in 135 m Höhe einzeln montiert
 

© 2016 Windpark Greiner Eck GmbH & Co. KG.